Was passiert bei einem Rückfall?

  • Es kann, aber muss nicht, zu einem Rückfall kommen
  • Auch nach einem Rückfall stehen noch Therapieoptionen zur Verfügung

Während der Therapie und nach Beendigung entsteht bei vielen Patienten die Angst vor einem Rückfall. Sollte es tatsächlich zu einem Rezidiv kommen, ist dies aber nicht das Ende des Weges. Auch jetzt stehen Ihnen noch wirksame Therapien zur Verfügung.

Früher oder später Rückfall

Zu einem Rückfall kommt es in der Regel, weil nicht alle Leukämiezellen durch die Chemotherapie zerstört wurden.1 Dabei kann es sowohl im Verlauf der Therapie als auch nach Abschluss der Behandlung zu einem Rückfall kommen. In den meisten Fällen wird eine erneute intensive Chemotherapie durchgeführt, um eine Remission zu erreichen, also alle Leukämiezellen zu vernichten. Bei frühen Rezidiven (einige Wochen) oder wenn der Patient auf die Therapie nicht anspricht (Therapieversagen), können zum Teil neue Medikamente im Rahmen von Therapiestudien eingesetzt werden.

Bei späten Rückfällen (einige Monate bis Jahre nach Ende der ersten Therapie) kann die Induktionstherapie wiederholt werden, um erneut eine komplette Remission zu erreichen.2 Häufig wird dann versucht, eine (erneute) allogene Stammzelltransplantation durchzuführen. Voraussetzungen dafür sind unter anderem, dass das Alter und der Allgemeinzustand der Patienten es erlauben und ein passender Spender gefunden wird. Auch bei späten Rückfällen ist die Teilnahme an einer Therapiestudie eine Option.