Unterstützende Therapie

  • Transfusionen mit Erythrozyten- und Thrombozyten-Konzentraten sind eine wichtige Unterstützung bei AML
  • Es gibt noch zahlreiche andere unterstützende Therapieoptionen

Häufig lassen sich die Symptome und Beschwerden von AML durch eine unterstützende Therapie, in der Fachsprache auch Supportivtherapie genannt, mindern.

Optionen für eine unterstützende Therapie

Die Blutarmut bei AML, auch symptomatische Anämie genannt, ist ein häufiges Symptom und kann eine Reihe von Beschwerden und Problemen hervorrufen. Um der Blutarmut entgegenzuwirken, werden Patienten Transfusionen von sogenannten Erythrozyten-Konzentraten verabreicht, das sind Bluttransfusionen mit hochdosierten roten Blutkörperchen. Über die Transfusionen wird dem Körper aber auch das in den Blutkörperchen enthaltene Eisen zugeführt, was die Gefahr einer Eisenüberladung mit sich bringt.1,2

Es kann aber auch ein Mangel an Blutplättchen (Thrombozyten) vorliegen, eine sogenannte Thrombozytopenie. Für solche Fälle gibt es Thrombozyten-Konzentrate, mit denen sich der Mangel bekämpfen lässt. Bei einem Mangel an weißen Blutkörperchen (Leukozyten), die für das Immunsystem wichtig sind, kann es zu Infektionen kommen, hier kann die Gabe von Antibiotika helfen und schützen. Vorbeugend empfiehlt sich in diesem Zusammenhang auch eine Impfung gegen sogenannte Pneumokokken, das sind Bakterien, die die Atemwege infizieren können. Grundsätzlich gilt: Viele Begleiterkrankungen der AML können mithilfe einer unterstützenden Therapie verhindert oder abgeschwächt werden.1,2